MSV Duisburg
Meiderich war bis 1905 eine eigenständige Gemeinde und wurde dann zu einem Stadtteil von Duisburg. Dort wurde 1902 der Meidericher Spielverein 02 gegründet. Die Vereinsfarben sind Blau und Weiß, wegen der gestreiften Trikots bekam die Mannschaft den Spitznamen „Zebras“.
1928 erreichten die Meidericher erstmals die Endrunde um die deutsche Meisterschaft, dies gelang bis zur kriegsbedingten Einstellung des Spielbetriebes 1929 nochmal.
Nach dem Krieg qualifizierte man sich 1951 für die Oberliga West, die damals höchste Spielklasse. Bis auf eine einjährige Unterbrechung durch den Abstieg 1955 gehörte man der Oberliga bis zur Einführung der Bundesliga an und konnte sich als deren Gründungsmitglied qualifizieren.
Dort wurde man in der Premierensaison Vizemeister und spielte bis zum ersten Abstieg 1982 mit wechselnden Ergebnissen durchgehend in der 1. Bundesliga. Dem Abstieg folgte ein Jahrzehnt ohne Erstklassigkeit, welches sogar für 3 Spielzeiten in die damalig drittklassigen Oberliga führte. In diese Zeit fiel auch der einzige Titel des MSV, die Amateurmeisterschaft 1987.
Ab 1991 pendelte man zwischen der 1. und 2. Bundesliga, bis aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten ein Lizen entzug den MSV in die 3. Liga schickte. Seitdem kämpft der Verein zwischen 2. und 3. Liga darum, sich wieder zu etablieren. In der Saison 2018/19 verlor der MSV Duisburg in der 2. Bundesliga den Kampf um den Klassenerhalt.
Neben der Deutschen Amateurmeisterschaft konnte der MSV noch keinen Titel gewinnen. Insgesamt viermal wurde das Pokalfinale erreicht, 2011 sogar als Zweitligist. Aber sämtliche Finalspiele wurden verloren. Mehrfach konnte man sich für verschiedene Europapokale qualifizieren, als größter Erfolg gilt das Erreichen des Halbfinales 1979.
Seine Heimspiele trägt der MSV Duisburg in der MSV-Arena aus. Diese wurde 1921 ursprünglich als klassisches Fußballstadion gebaut und hieß Wedaustadion. Trotz diverser Renovierungen genügte das Stadion nie höheren Ansprüchen und wurde ab 2003 in mehreren Teilabschnitten in eine moderne, doppelstöckige Arena umgebaut. Diese fasst 31500 Zuschauer. 2010 erwarb ein Sponsor die Namensrechte und nannte das Stadion Schauinsland-Reisen-Arena.
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